Pyramiden und Labyrinthe auf der Insel Jotuo im Dongting-See

Prä-Astronautik-These:

Durch ein Erdbeben in der Provinz Hunan im Oktober 1959 wurden auf der Insel Jutuo im Dongting-See die Überreste von drei Rundpyramiden freigelegt. Im Juli 1961 begab sich der Archäologe Professor Chi Pen-lao zu einer Untersuchung dort hin. Vermessungen ergaben, dass die Bauwerke etwa 300 m hoch gewesen sein müssen. Datierungen ergaben ein Alter von etwa 45.000 Jahren. Bei der näheren Untersuchung fand man auch noch ein Gangsystem unter den Pyramiden, welches wie durch Laser in den harten Granitfelsen geschnitten worden war. An den Wänden fanden sich verschiedene in den Granit gefräste Darstellungen kleiner gedrungener Menschen auf der Jagd und über ihnen schwebende Gefährte, in denen ebenfalls Menschen saßen mit merkwürdigen Waffen, die an Blasrohre erinnerten 1).

Klassische Erklärung:

Die Pyramiden vom Dongting-See sind eines der Phänomene der unreflektierten Paläosetiforschung. Besonders der Autor Peter Krassa, aber auch der Autor Hartwig Hausdorf jagten den Berichten dieser geheimnisvollen Höhle und den Pyramiden hinterher. Krassa bezeichnete die Pyramiden vom Dongting-See einmal als sein ganz persönliches Phantom. Das Problem ist nämlich, dass es gar keine Insel mit diesem Namen gibt und die ganze Geschichte auf einer Fußnote in dem Werk »Das Abenteuer der biblischen Forschung« von Hans E. Stumpf basiert. Wie der Autor Lars Fischinger in seinem neusten Werk herausfand, verwendete dieser jedoch für seine Geschichten nicht immer nur die Wahrheit, sondern war von Stammtischgeschichten und Hörensagen sehr angetan und ließ dieses immer wieder in seine Berichte einfließen 2).

Eine noch unbestätigte Überlegung fand ich in einer beiläufigen Erwähnung 3), wobei Jörg Dendl die Geschichte auf einen Artikel in der Zeitschrift »Das Vegetarische Universum« zurückverfolgen konnte. Dies könnte ein Hinweis darauf sein, das die Geschichte genau so erfunden ist wie die andere Geschichte, die auch in dieser Zeitschrift ihren Ursprung nahm, nämlich die Geschichte der Dropa-Artefakte. Interessant sind in diesem Zusammenhang die Namen der untersuchenden Archäologen: Professor Chi Pen-lau und Professor Chi Pu-te klingen sehr ähnlich. Wie gesagt, das alles ist erst mal nur eine Überlegung, da ich die Quellen dazu nicht überprüfen kann.

Literatur:

  • KRASSA, P. (1984). … Und kamen auf feurigen Drachen China u.d. Geheimnis d. Gelben Götter. Wien, Kremayr und Scheriau.
  • HAUSDORF, H. (1996). Die weisse Pyramide ausserirdische Spuren in Ostasien. München, Droemer Knaur.
  • FISCHINGER, L. A. (2010). Verbotene Geschichte die grossen Geheimnisse der Menschheit und was die Wissenschaft uns verschwiegen hat. München, Ansata.
1)
Krassa 1984
2) , 3)
Fischinger 2010
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