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Die Geheimnisse von Nazca

Die Nazca-Linien, oft auch Nasca-Linien geschrieben, sind riesige Scharrbilder (Geoglyphen) in der Wüste bei Nazca in Peru. Benannt sind die Linien, die Wüste und die Kultur nach der unweit der Ebene liegenden Stadt Nazca. Die Nazca-Ebene zeigt bis zu 20 km lange Linien, Dreiecke und trapezförmige Flächen sowie Figuren mit einer Größe von zehn bis mehreren hundert Metern. Die Linien entstanden dadurch, dass die verwitterte obere Schicht abgetragen wurde und so die darunterliegende helle Schicht sichtbar wurde, und stellten so nicht nur Trapeze und Linien dar, sondern auch komplexere Muster wie Tiere und Menschen. Die Figuren sind so groß, so dass man sie aus einem Flugzeug besser sehen kann als auf dem Boden. Sie scheinen für jemanden gemacht worden zu sein, der über die Ebene fliegt. Doch die Nazcakultur war nicht in der Lage, Flugzeuge zu bauen. Und ob sie Heißluftballons benutzten 1) ist auch fraglich, da die Muster durchaus auch vom Boden aus erkennbar sind. Trotzdem sehen die meisten Autoren darin in Anlehnung an Däniken und Charreaux Landebahnen für die Götter. 2) angelehnt an einen Kargokult, der die Götter wieder auf die Erde zurückbringen soll. Wenn man diesen Gedanken jedoch zu Ende denkt, merkt man, dass eine raumfahrende Spezies keine Landebahnen braucht, sonnst hätten ja die Ersten ohne Landebahn dort nicht landen können. Wenn aber nun keine Landebahnen nötig sind, haben die Nazca auch keine Landebahnen der Götter gesehen, die sie nachbauen konnten. Daher ist die Interpretation als Landebahn ein Beispiel dafür, wie man heutige Denkweisen auf alte Kulturen überträgt, ohne die Konsequenzen zu beachten.

Eine abschließende Erklärung für die Nazcalinien gibt es noch nicht. Präferiert werden heute mehrere Theorien nebeneinander, einmal die Theorie von Maria Reiche 3) dass die Linien an Sternbildern ausgerichtet sind, und die neue Theorie von Markus Reindel 4), der darin einen Freilufttempel sieht. Es wird wohl noch viel Forschungsarbeit nötig sein, bis alle Rätsel von Nazca gelöst sind.

Nazcalinien aus dem All fotografiert © NASA

Literatur:

  • Charroux, Robert (1974): Das Rätsel der Anden. Neue Spuren außerirdischer Besucher?
  • Däniken, Erich von (1968): Erinnerungen an die Zukunft. Ungelöste Rätsel der Vergangenheit.
  • Däniken, Erich (1969): Zurück zu den Sternen: Argumente für das Unmögliche.
  • Däniken, Erich von (1973): Meine Welt in Bildern.
  • Woodmann, J (1977) : Nazca - Journey to the Sun.
  • Däniken, Erich von (1979): Prophet der Vergangenheit.
  • Däniken, Erich von (1977): Beweise.
  • Däniken, Erich von (1999): Zeichen für die Ewigkeit: Die Botschaft von Nazca.
  • Reindel, Markus; Herrmann, Bernd; Wagner, Günther A.(2009): New Technologies for Archaeology. Multidisciplinary Investigations in Palpa and Nasca, Peru. Berlin, Heidelberg.
  • Schulze, D; Zetsche, V (2005): Bilderbuch der Wüste Maria Reiche und die Bodenzeichnungen von Nasca.
1)
Woodmann 1977
2)
Däniken1968; Däniken 1969; Däniken 1973; Däniken 1979; Charroux 1974
3)
Schulze 2005
4)
Reindel 2009
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