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Dogon

Die Dogon sind eine afrikanische Volksgruppe, die in Westafrika im Osten von Mali lebt und ursprünglich aus dem Nordwesten von Burkina Faso stammt.

Das Sirius-Rätsel

In der westlichen Welt wurde die Aufmerksamkeit auf die Dogon gelenkt, als der französische Ethnologe Marcel Griaule und seine Schülerin Germaine Dieterlen während einiger Forschungsreisen ab den 1930er Jahren meinten, Hinweise darauf gefunden zu haben, dass die Dogon Wissen über den Stern Sirius B besitzen. Dieser sehr lichtschwache Begleiter von Sirius kann jedoch nur mit modernen Instrumenten beobachtet werden.

In dem 1977 erschienenen Buch „Das Sirius-Rätsel“ stellte der Autor Robert Temple auf Grundlage der Arbeiten von Griaule und Dieterlen die pseudowissenschaftliche Hypothese auf, dass dieses angebliche Wissen den Dogon vor langer Zeit durch außerirdische Besucher vermittelt wurde.

Griaules Angaben konnten jedoch von anderen Forschern nicht bestätigt werden. 1) Detaillierte Nachforschungen von Markus Pössel und Klaus Richter zum Sirius-Rätsel der Dogon haben ergeben, dass es kein solches Rätsel bei den Dogon gibt. Der belgische Ethnologe Walter van Beek hatte durch jahrelange Studien bei den Dogon herausgefunden, dass Marcel Griaule die Befragung der Dogon methodisch fehlerhaft durchgeführt und so den Dogon Informationen suggeriert hatte. Astronomen haben darüber hinaus das angebliche Doppelsternensystem von Sirius B nicht bestätigen können, es handelt sich eher um ein dreifach Sternensystem2). Vielmehr handelt es sich um einen ganzen Sternenhaufen von blauen Riesen, die keine Planeten haben und jünger als unsere Sonne sind.

Siehe auch

Literatur

  • CALAME-GRIAULE, G. (1965). Ethnologie et langage, la parole chez les Dogon. [Paris], Gallimard.
  • DÄNIKEN, E. V., & ROGGERSDORF, W. (1977). Beweise: Lokaltermin in 5 Kontinenten. Düsseldorf [u.a.], Econ.
  • TEMPLE, R. K. G. (1977). Das Sirius-Rätsel. Frankfurt am Main, Umschau-Verlag.
  • DÄNIKEN, E. V. (1979). Prophet der Vergangenheit: riskante Gedanken um die Allgegenwart der Ausserirdischen. Düsseldorf, Econ.
  • DÄNIKEN, E. V. (1982). Die Strategie der Götter: das achte Weltwunder. Düsseldorf, Econ.
  • PARIN, P., MORGENTHALER, F., & PARIN-MATTHÈY, G. (1983). Die Weissen denken zuviel: psychoanalytische Untersuchungen bei den Dogon in Westafrika. Frankfurt am Main, Fischer Taschenbuch Verlag.
  • BEEK, W.v. (1991). Dogon Restudies. A Field Evaluation of the Work of Marcel Griaule. In: Current Anthropology 32(2): 139–167
  • DÄNIKEN, E. V. (1992). Der Götterschock. Gütersloh, Bertelsmann.
  • DÄNIKEN, E. V. (1994). Botschaften und Zeichen aus dem Universum. Gütersloh, Bertelsmann-Club.
  • HANCOCK, G. (1995). Fingerprints of the gods. New York, Crown publishers.
  • UNTERBERGER, G. (1996). Das Heilige Wissen der Dogon: Mythologie eines westafrikanischen Volkes in hisorisch-vergleichender Analyse. Wien, AFRO-PUB.
  • SAGAN, C. (1997). Der Drache in meiner Garage oder die Kunst der Wissenschaft, Unsinn zu entlarven. München, Droemer Knaur.
  • PÖSSEL, M. (2000). Phantastische Wissenschaft: über Erich von Däniken und Johannes von Buttlar. Reinbek bei Hamburg, Rowohlt-Taschenbuch-Verl.
  • RICHTER, K. (2001). Was wissen die Dogon über Sirius A und B? In: MegaLithos, Heft 3/2001.
  • HABECK, R. (2003). Die letzten Geheimnisse rätselhafte Funde der Geschichte. Rheda-Wiedenbrück, RM-Buch-und-Medien-Vertrieb.
  • CARROLL, R. T. (2003). The skeptic's dictionary a collection of strange beliefs, amusing deceptions, and dangerous delusions. Hoboken, NJ, Wiley.
  • HARDER, B. (2004). Die Sterne lügen nicht - sie schweigen: 67 entzauberte Esoterik-Mythen. Giessen, Brunnen-Verl.
  • DEBERLING, O. (2007). Geheimsache außerirdisches Leben [Beweise für das Unmögliche]. Lehrte, Freier-Falke-Verl.

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